Dienstag, 13. Mai 2014

Fondant-Versuche

Zuerst war da die Idee mit dem Waschbär. 
Und dann der Rollfondant, der noch im Kühlschrank herumlungerte...

Diese kleine Skizze hab ich mir gezeichnet. Es soll ein Waschbär sein. Das muss ich wohl dazusagen. Besser hab ich's nicht hingekriegt. So oder so ähnlich sollte dann der fertige Muffin aussehen. 
 Dazu machte ich erst mal mein Standard-Cupcake-Rezept aus:
120 g Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
150 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Zusätzlich hab ich eine handvoll Sultaninen und ein Päckchen gehackte Mandeln mit in den Teig geworfen und mit einem Schluck Milch für die richtige Konsistenz gesorgt.
 Auf 12 Muffinförmchen aufgeteilt wandert der Teig dann für 25 min bei 170°C in den Ofen.
 Sind sie goldgelb und gar, können sie raus aus dem Rohr.
Nun zum interessanten Teil: der Fondant.
Den kann man super kneten und ausrollen. Mit einem Wasserglas in ähnlicher Größe wie der Muffin hab ich den weißen Untergrund ausgestochen.
Aus dem schwarzen Fondant hab ich mit einem kleinen Messer die dunklen Waschbärteile zugeschnitten und mit Karamelsirup am Untergrund festgeklebt. Das Ergebnis fand ich aber noch weniger gelungen als die Skizze. Die Öhrchen gehen echt gar nicht! :(
Was also kann man mit dem Fondant sonst noch machen??
Zebrastreifen!
Dazu hab ich den weißen Fondant ausgerollt und aus dem schwarzen unregelmäßige Streifen ausgeschnitten, auf den weißen Fondant gelegt und mit dem Nudelholz platt gemacht. Das war einfacher, als ich dachte.
Die letzte Idee fand ich allerdings am besten: Marmor!
Einfach die Reste zusammengekneten und noch mal ausrollen.
 Guten Appetit beim Verzehr seltener Tierarten und teurem Bodenbelag!
christina ;)

Sonntag, 11. Mai 2014

Tagestrip: Amsterdam

Ik hou van Holland!

In meinem Niederländisch-Lehrbuch stand im ersten Kapitel der Satz: "Ik hou van Nederland. Het is so'n soort droomland voor mij." Als hätte ich das Buch geschrieben! :) Für mich ist es auch mein Traumland.

Immer wieder gerne bin ich bei unseren Nachbar im Westen und tigere ich durch die Städte. Da bietet sich natürlich Amsterdam als Ziel an. Neulich hab ich einen tollen sonnigen Tag erwischt, hab mich in den Zug gesetzt und bin hingefahren. Hier meine Eindrücke:
Ich liebe ja diese wunderbaren alten Häuser. Viele sind vorne schmal und entpuppen sich im Inneren als sehr weitläufig nach hinten. Das kann man an vielen Läden sehen. Und ich war in seeeehr vielen!

Hier gibt es jede Menge Stoffe, Knöpfe und Borten. 10 Meter Borten haben mich nach Hause begleitet.

Auf dem Waterlooplein-Flohmarkt findet man immer ulkige Dinge.

Die Kopfbedeckungen fand ich klasse, aber mir fehlt einfach die Gelegenheit so etwas zu tragen.
Das sind Blaudruck-Stempel. Ich brauchte keine, aber vielleicht ist das mal eine Inspiration für einen Stempel, den ich schnitzen könnte.

Mmmmmmh, leckere Macarons! Das sind mal Sweet Homemade Things!
Bei Sabon gibt es herrliche Seifen, Peelings, Badezusätze und Parfüms. Und die Einrichtung ist auch wunderhübsch. Schaut unbedingt mal rein, wenn Ihr einen Sabon seht!
Einen Knopfladen gibt's auch nicht überall. Vier Stück mussten mit!

Nelken!
Häuser an den Grachten.

Katz und Maus!
Überall Fietzen! Und schön dekoriert!


Alles Käse.

Rosmarin vor dem Friseurladen.

Ganz niedliche Sachen gibt's in diesem kleinen Shop.



Tolle Farb-Kombi! Gefällt mir.

Super! Secondhand-Kleider im Zuckerwatte-Style bei Laura Dols. 
Auf mich wartete dort ein kleines Kellnerinnen-Schürzchen.


Schöne Straßencafés, wohin man schaut.

Jetzt hab ich vergessen, wie der Laden heißt. Ist aber an einer Ecke in den Negen Straatjes.

Interessante Gebrauchtklamotten.



Koffer bei Juffrow Splinter.


Streetart.
Das waren nur ein paar Details, die mir ins Auge gefallen sind. Fahrt hin und findet Eure eigenen Highlights!
Gute Reise!
christina ;)

Samstag, 10. Mai 2014

Kuchen am Revers

I love Cupcakes!

In jeglicher Form. Gebacken, gemalt, gefilzt, gehäkelt oder auch mal genäht.
Heut näh ich mir nen Kuchen! Und steck ihn ans Revers!


Und so macht Ihr Eure Gute-Laune-Brosche:

Ihr braucht:

5 mm dicken schwarzen Filz
Stoffreste in appetitlichen Kuchenfarben
Vlieseline zum Hinterbügeln
kleine Sicherheitsnadel
Euer Nähkästchen

Der dicke Filz (ich hab dafür ein Tischset zerschnitten) dient sozusagen als Kuchenplatte. Zum Stabilisieren. Davon braucht Ihr erst mal ein rechteckiges Stück, das groß genug ist für Euren Cupcake. Ihr könnt den Kuchen so groß machen, wie Ihr wollt. Oder wie er eben an Euer Revers passt.

Hinterbügelt zunächst die Stoffreste mit Vlieseline, damit der Stoff etwas Halt bekommt. Zeichnet dann auf Pappe Euren Wunsch-Cupcake und zerschneidet dann die Pappe in die drei Teile Förmchen, Kuchen, Kirsche/Kaffeebohne/Sahneklecks. Jetzt habt Ihr Eure Schablonen, mit deren Hilfe Ihr Eure Stoffstücke zuschneiden könnt.
Aber zuerst nähen wir die Sicherheitsnadel an die Rückseite. Die Stoffteile auf dem Filz probelegen und ermitteln, wo das Kuchenstoffstück am dicksten ist. Auf diese Stelle die Nadel positionieren. Ihr könnt sie entweder mit der Hand annähen oder wie ich faules Mädchen den dicken Filz unter das Nähmaschinenfüßchen quetschen und mit kleinem Zickzackstich einmal vom hinteren Kringel der Nadel bis nach vorne zur Öffnung und wieder zurück nähen. (Achtet darauf, dass Ihr die richtige Seite der Nadel annäht und nicht die, die Ihr später öffnen wollt. Am besten öffnet Ihr die Nadel, bevor Ihr anfangt zu nähen. Dann gibt's nachher keine Tränen.)

Die Fäden auf die andere (also die vordere) Seite ziehen, verknoten und abschneiden. Die Enden sieht man später nicht, weil sie unter dem Kuchenstoffstück liegen. Die Nadel schließt Ihr jetzt wieder, denn sie liegt für den weiteren Produktionsprozess unten und soll sich nicht im Spulenkästchen verklemmen.
Zuerst näht Ihr den Kuchenteil auf. Dazu fangt Ihr in der Mitte der unteren Kante an und näht zweimal nahe am Rand rund um das Stoffstück herum. Für helle Stoffe nehmt Ihr am besten schwarzes Nähgarn und für dunkle Stoffe weißes. Oder andere Kontrastfarben, die Ihr mögt. Seid Ihr zweimal rum, zieht Ihr die Fäden nach hinten, verknotet und vernäht sie im dicken Filz.

Anschließend legt Ihr das Förmchenstoffteil auf. Es sollte das Kuchenteil etwas überlappen, so dass man die untere Naht nicht mehr sieht. Zeichnet Euch am besten mit dem Trickmarker (Das ist der Filzstift, dessen Linien sich von selbst löschen.) die Falten des Förmchens auf den Stoff. Ein Strich in der Mitte und jeweils daneben noch zwei. Die Linien sollten etwas gebogen sein, dann sieht es noch etwas plastischer aus. Also nix mit Lineal! Ihr beginnt an der rechten oberen Ecke mit dem Nähen und näht einmal die Außenform entlang. In der zweiten Runde näht Ihr die Falten vom Boden nach oben und wieder zurück. Und nach der letzten Falte geht es weiter am oberen Rand entlang zum Ausgangspunkt. Fäden nach hinten, verknoten, vernähen.

Dann noch oben das Sahnehäubchen genauso aufnähen.

Jetzt braucht Ihr nur noch mit einer Schere den Filz abzuschneiden. Und fertig!

Heftet Euch Euren Kuchen ans Revers oder ans Shirt oder an die Jacke und freut Euch!
Guten Appetit beim Nachbasteln!
christina ;)

Kette mit Botschaft

Kleines Zwischendurch-Bastelprojekt

In der letzten Ausgabe der "Handmade Kultur" hab ich Ringe aus einzelnen Tastaturbuchstaben gesehen. Und dann dachte ich: Da ist doch noch mehr drin! Mit mehr Buchstaben kann man doch mehr sagen. Mehr Buchstaben passen jetzt aber schlecht um einen Fingen drum. Was wäre denn mit einer Brosche oder einer Kette?

Das mit der Brosche hab ich als erstes versucht, dann aber festgestellt, dass sich eine Sicherheitsnadel zwar relativ leicht aufbiegen lässt, aber in die Originalform zurückbiegen wird nur noch Murks. Die Idee mit der Kette war da leichter umzusetzen.

Und so geht's:


Ihr braucht dazu:
ausrangierte Computertastatur
3 Perlen (oder mehr oder weniger, ganz wie Euch das beliebt)
kleinen Bohrer
Baumwollband (oder auch eine dünne Kette oder worauf Ihr auch immer die Botschaft auffädeln möchtet)
etwas Draht (nicht im Bild. Mir wurde erst später klar, dass ich den brauche.)

Erst mal muss das Innenleben, mit dem die Taste an der Tastatur festgesteckt ist, raus. Ich hab dafür so eine Zange, die vorne dünner wird und um die Ecke guckt, genommen. Ich glaube, der Kollege nannte das eine Spitzzange. Mit der Zange vorsichtig und trotzdem mit leichter Gewalt das störende Innenplastik zerbrechen und rausdrehen, ohne dass die Taste kaputtgeht.
Mit dem Bohrer jetzt ebenfalls vorsichtig (nicht in die Fingerchen bohren!!) kleine Löcher in die Seiten der Tasten bohren. Ich hab die Löcher möglichst weit oben gemacht, damit die Schwerkraft die Buchstaben in der richtigen Lage halten kann. Sieht etwas doof aus, wenn man auf die Rückseite guckt.
Ich fand, dass vier Tasten eine gute Größe sind. Und die anderen Tasten von der ganzen Tastatur haben sich auch zu viert gefunden. Kleiner Tipp: Manche Zahlen gehen auch ganz gut als Buchstaben durch. Das erweitert die Möglichkeit der Aussage.
Dann einfach die Tasten abwechselnd mit den Perlen auf den Faden (oder die Kette) auffädeln. Allerdings hing mir die Kette in der Mitte zu sehr durch. Wenn man gleich eine fertige Rundkette aus Metall nimmt, hat man das Problem natürlich nicht. Aber ich könnte mir mit etwas Draht helfen.
Den Draht in passender Länge zuschneiden, durch alle Löcher schieben und an beiden Enden umbiegen, so dass er nicht mehr raus kann. Dann die Buchstabenreihe in eine gefällige Form biegen, die Enden des Fadens zusammenknoten, umhängen, stolz sein und sich sagen "Ende gut - alles gut!"
Ende gut!
Viel Spaß beim Nachbasteln!
christina ;)

Dienstag, 6. Mai 2014

Rhabarber-Baiser-Kuchen

Ganz was Süßes!!! Sweet and Homemade!

Mmmmmmh lecker! Die beste Art, Rhabarber zu essen!
Unten ist der süße Boden, in der Mitte der saure Rhabarber und oben das süße Baiser.

Und so geht's:

 
Ihr braucht

125 g Butter
3 Eier (getrennt)
250 g Mehl
125 g Zucker
1/2 TL Backpulver
500 g Rhabarber
1/2 Päckchen Puderzucker
eine Prise Salz

Ich habe eine kleine Springform genommen und nur jeweils die Hälfte der Zutaten verarbeitet. Die anderthalb Eier runde ich auf 2 Eier auf, so hat man noch mehr Baiser... ;)

Boden:
Aus Butter, Eigelb, Mehl, Backpulver und Zucker einen krümeligen Teig machen, die Krümel in die mit Backpapier ausgelegte und gebutterte Form geben und andrücken.



Rhabarber:
Waschen, in 1 - 2 cm kleine Stücke schneiden und auf dem Boden verteilen. Ich hab erstmals Rhabarber aus dem eigenen Garten verwendet. Daher sind die Stangen etwas spillerig...


Jetzt 30min. bei 200°C im Ofen backen.

Baiser:

Die 3 Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und dann langsam den Puderzucker mit unterschlagen. Die Baisermasse auf dem Kuchen verteilen und weiterbacken. Und zwar etwa 30 min. bei nur noch 120°C, bis das Baiser etwas Farbe bekommt. Eigentlich ist das Rezept hier zuende, aber ich lasse den Kuchen noch eine weitere halbe Stunde im Ofen mit einem in die Tür geklemmten Holzlöffel, damit noch Feuchtigkeit aus dem Baiser entweichen kann. Dann wird's noch knuspriger.


Und schon ist der Rhabarber-Baiser-Kuchen fertig! War doch ganz einfach, oder?
Viel Spaß beim Backen und guten Appetit
wünscht Euch: christina ;)